Marilen von Wick
Marilen von Wick

Marilen von Wick 

geboren in Bonn, Studium der Kunstgeschichte

 

1977 – 1980 Studium an der Folkwangschule, Essen (Malerie, Grafik, Bildhauerei)
1980 – 1986 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Rolf Sackenheim, Alfonso Hüppi und Karl Bobek
1986 Meisterschülerin
1986 1.Preis für zeitgenössische Malerei 1985/1986 England

 

Stipendien in Belgien, Großbritannien, Frankreich  


Marilen von Wick wurde im April 1932 in Bonn geboren.

 

Sie nahm 1977 ihr Studium der Malerei, Grafik und Bildhauerei an der Folkwangschule Essen auf, das sie 1980 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Karl Bobek, Alfonso Hüppi und Rolf Sackenheim fortsetzte und 1986 als Meisterschülerin der Akademie abschloss. 

Obwohl sie in ihrer Ausbildung gegenständliche Malerei studiert hatte, wusste sie aber schon bald: "Ich will abstrahieren." Diesem Bedürfnis folgte sie mit ihren Bildern ohne Titel "o.T.", den Tafelbildern, den Materialbildern, den Objekten, dem nomadischen Material der Bildträger und ihren Gedanken zur Raum-Zeit ein künstlerisches Leben lang.

 

Stipendien und Auszeichnungen führten sie nach Belgien, Frankreich und Großbritannien. 

 

1986 erhielt sie in England den 1. Preis für zeitgenössische Malerei der International Association of Art (IAA) Europe.

In der Laudatio heißt es "....Die schwebend-räumliche Stimmung der Bilduntergründe und die hinein verstrickende atmosphärischen Einflüsse und gewalttätigen Kräfte weisen auf ein Bedürfnis nach Leben und spiegeln eine persönliche Interpretation des Daseins wider.

Klassische und anti-klassische Räumlichkeit, in der Reales und Irreales zeitliche Beziehungen eingehen, resultieren aus einer expressiven Freiheit des Gedankens. Mythologisches verbindet sich mit Gegenwärtigem, trotz scheinbarer Verwischung von von Zeitempfindungen ist eine soziales Engagement präsent. Es findet eine synchrone Wechselwirkung von Verkörperung der in Erinnerung erlebten Form und der durch das Wesen des Zeichens vermittelten Darstellung statt. In der Gesamtheit dieser Darstellungen, die Gesetzten wiederkehrender, endogener Auflösung folgt, entsteht ein kompositorisches Kontinuum, das eine neue Art von Seh- und Denkgewohnheit beschreitet. Je länger wir in dieser mit einer dynamischen Pinsel- und Strichführung übersetzten Bildsprache verweilen, umso verständlicher und klarer wird sie uns. Erfühltes und Empfundenes wird zur klaren Kraft des Erkennens, Gefangensein zur Befreiung und eine sensible Raumwahrnehmung zur Erhellung: wir leben jetzt, in dieser Zeit. Wir suchten sie aus, weil wir der Überzeugung sind, daß hier eine Künstlerin nach Tachismus, Informeller Kunst etc. gefördert werden muß, die eine eigene Bildsprache entwickelt....."

 

In zahlreichen Ausstellungen in Nordrhein-Westfalen konnte man ihre Werke betrachten, aber auch bundesweit von Berlin bis München, darüber hinaus in Museen, die ihre Werke gekauft haben. Über Marilen von Wick wurden Berichte ARD, HR und WDR verfasst und ausgestrahlt. International hatte sie eine jährliche Ausstellung in Südengland, darüber hinaus stellte sie ihre Werke in vielen Städten der Niederlande und Belgiens der Öffentlichkeit vor sowie in Tokio und New York.

 

Eigene Veröffentlichungen wie "Kunst-Räume" oder "Zeit-Raum-Geschehen" hielt sie in Aufsätzen fest.

 

Marilen von Wick war von 1983-2012 Mitglied des Berufsverband Bildender Künstler Kunstforum e.V. Düsseldorf (BBK) und zwischen 2000-2004 war sie ein engagiertes Vorstandsmitglied des Vereins. Als Vorstandsvorsitzende des BBK Düsseldorf hatte sie auch die Aktion "Kunst im Schaufenster" mit den Kaufleuten von "Wir in Oberkassel" realisiert.

 

Sie war Gründerin der Künstlergruppe “titanus“.

 

Zum Arbeiten fuhr sie immer in ihr Atelier nach Alt-Heerdt. Dort gab sie Studenten der Kunstakademie Nachhilfeunterricht und arbeitete an ihren

großformatigen Werken, für die sie keine Wand oder Staffelei benötigte, sondern den nackten Fußboden überwiegend kniend. "So kann ich das Bild von allen Seiten betrachten", erklärte sie manchem verdutztem Besucher.  Zum Beispiel wenn sie ihr Atelier für die Kunstpunkte geöffnet hatte.  

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Eine ihrer letzten Ausstellungen im Linksrheinischen war in der Bunkerkirche Düsseldorf. Dort hatte sie bei den "Engeln - Boten des Friedens" mitgemacht.

 

 

Marilen von Wick verstarb im November 2015 im Alter von 83 Jahren in Düsseldorf.